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Gesundheit beginnt im Kopf

Wellness beginnt im Kopf

Seelsorge begleitet

Der Spruch "Du bist, was Du isst" ist im Volksmund weit verbreitet und zumeist schon jüngeren Kindern geläufig. Dass aber die körperliche Gesundheit nicht nur eine Frage von dem ist, was wir unserem Organismus auf materieller Ebene zuführen, ist noch nicht in dem gleichen Umfang bekannt. Obwohl Psychotherapie, Seelsorge und Eheberatung auf dem Vormarsch sind, klaffen nach wie vor allerorts erhebliche Wissens- und Verständnislücken. Daher soll nunmehr ein wenig näher auf die Funktion von Gedanken und Emotionen sowie auf deren Wechselwirkungen mit dem Körper und dessen Gesundheit eingegangen werden.

1. Positives Denken – aber bitte richtig!

Vor einigen Jahrzehnten kam vor allem aus den USA der Trend des positiven Denkens nach Westeuropa und nicht zuletzt auch nach Deutschland. Seinerzeit berühmte Personen aus dem Showbusiness und dem öffentlichen Leben bekannten sich in der Folgezeit dazu, Anhänger des positiven Denkens zu sein (bspw. die ehemalige Moderation der Fernseh-Show "Traumhochzeit", Linda de Mol). In jüngerer Zeit hingegen erklangen aus verschiedenen Winkeln der kritischen Wissenschaften Vorbehalte gegen positives Denken. Es sei, jedenfalls bei pauschaler Anwendung, durchaus mit Risiken verbunden, seinen Geist und seine Gedankenwelt auf diese Weise zu strukturieren. Aktueller Stand der Dinge ist, dass in der Tat positives Denken nicht damit gleichgesetzt werden sollte, alles vermeintlich Negative konsequent auszublenden und zu verdrängen. Wenn Sie für Ihre Gesundheit mittels ihres Geistes etwas heilsames bewirken wollen, sollten Sie nicht undifferenziert positiv, sondern vielmehr in Möglichkeiten denken. Geschieht etwas unerwünschtes, das Ihnen zunächst missfällt und Ihren Unmut erregt, so leisten Sie für Ihre mentale Hygiene einen Beitrag, wenn Sie sich fragen, welche Optionen Ihnen dieser Gang der Dinge bescheren kann. Wenn man auf diese Weise sein Spektrum der Wahrnehmung etwas ausbaut, ergeben sich oft ungeahnte Horizonte und Gestaltungsperspektiven.

2. Die Keimzelle mentaler Gesundheit: Die Zweier-Beziehung bzw. die Familie

Eine sehr ergiebige Quelle für angenehme, aber auch für intensive Gefühle und Emotionen stellt die Partnerschaft bzw. die Familie dar. Es ist kaum vorstellbar, eine gute geistige Gesundheit genießen zu können, während in den heimischen vier Wänden oder bei Aktivitäten außer Haus mit dem Partner permanent Streit, Zwistigkeiten und dicke Luft vorherrschen. Andererseits ist es natürlich selbstverständlich, dass in einer Partnerschaft mit oder ohne Kindern manches mal der Haussegen schief hängt und Konflikte ausgetragen werden müssen. Ein Grund zur Verzweiflung sollte das noch nicht darstellen, weil andernfalls ein ungesundes Verständnis von Harmonie vorherrscht, die jedes echte Leben und jede wirkliche Regung unterdrückt. Eine Seelsorge und Eheberatung sollte aber dann in Anspruch genommen werden, wenn sich die atmosphärischen Störungen über mehrere Monate hinziehen und sich auch durch persönliche, bemühte Gespräche nicht haben lösen lassen. Sodann kann unter Einschaltung eines Therapeuten in einem professionellen Setting versucht werden, einen objektiven Dritten auf das Geschehen und auf die Dynamik des Paares blicken zu lassen. Nicht selten erhalten dadurch beide Beziehungspartner völlig neue Einblicke, auf die sie bisher nicht gekommen sind, selbst wenn sie sich für einen unbefangenen Beobachter fast schon aufgedrängt haben.

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